Freitag, 28. Februar 2014

Eiskalte Umarmung - Poesie der Angst - Astrid Korten



In ihrem neuen Psychothriller "Eiskalte Umarmung - Poesie der Angst" führt die Autorin Astrid Korten den Leser über einen fast 20 jährigen Zeitraum durch das Leben eines psychopathischen Mörders.

Alles beginnt im Jahr 1981, mit der Entführung einer jungen, blonden Frau. Diese junge Frau wird einige Tage später von Kommisar Hirschau gefunden, sie wurde schwer gequält, der Täter ist negrophil und es fehlt ihr die rechte Hand. Der Täter beobachtet vor, während und nach der Tat Katharina, ein junges Mädchen, und ihre kleine Schwester Anna.

Mit jedem Tag und jeder Seite des Buches wird die Obsession des Täters Jakob immer deutlicher und beklemmender, es wird deutlich, dass er sich für einen Gott hält, dass er einen Anspruch auf ein reines, unschuldiges Mädchen erhebt und alles daran setzt, seine Ehre als Prinz zu erhalten und unbeschmutzt zu bleiben.

Ein Blick in die Vergangenheit eröffnet die Gründe für sein Verhalten, rechtfertigt diese jedoch nicht.

In seinen Wahn bindet er Lukas ein, einen Freund der kleinen Anna, der ohne es zu wissen und zu ahnen, in ein böses abartiges Spiel eingebunden wurde und letztendlich die Rettung für Anna darstellt. Ein harmloser und naiver junger Mann soll benutzt werden, Jakob arbeitet ganz gezielt auf sein höchstes Ziel hin.

"Ein Psychopath hat kein Gewissen" - dieses Zitat aus dem Buch verdeutlich, wie sehr Jakob seine Ziele verfolgt, wie sehr er auf die EINE fixiert ist und wie schlimm das Böse sein kann.

Die Auflösung des Falles, wer tatsächlich der Mörder der vielen jungen, unschuldigen Frauen ist, die in dem beschriebenen Zeitraum qualvoll ums Leben kommen, ist unerwartet........

Astrid Korten ist ein Psychothriller gelungen, der unter die Haut geht, der den Leser anhält, weiterzulesen, mitzuerleben und mitzubangen. Trotz recht grausamer Rituale und Mordmethoden gelingt es ihr, die grauenvollen Taten so zu schildern, dass sie nicht reißerisch erscheinen und den Leser nicht zum Voyeur machen.

Bei mir blieb nach Ende des Buches ein beklemmendes Gefühl haften, dass auch im Laufe des Tages nicht sofort abklingen konnte und wollte. Trotz alledem kann ich dieses Buch vorbehaltslos weiterempfehlen und hoffe auf die Fortsetzung.

5 Sterne +

Danke an Astrid Korten, dass ich an der interessanten und aufschlussreichen Leserunde teilnehmen konnte.

Mittwoch, 26. Februar 2014

Im Labyrinth der Fugger - Rebecca Abe


Ein historischer Roman um Anna Jakobäa Fugger, am Ende ihres Lebens, passieren wir mit ihr zusammen die Geschehnisse seit ihrer Kindheit.
Alles beginnt damit, dass Kellenbenz, ein Kürschnermeister, der als Strafe einen Teil seiner Zunge verloren hat, mit einem besonderen Auftrag betraut wird. Dieser Auftrag soll dazu dienen, Unfrieden in der Familie des Auftraggebers zu schaffen. Als er den Auftrag abgeben möchte, nimmt er sein einziges Kind, Bianka mit und während er mit seinem Auftraggeber noch spricht und den Lohn erhält, verschwindet sein Kind.

Im Folgenden erlebt der Leser die Suche von Kellenbenz, der ihn in die Welt der reichen und außergewöhnlichen Familie Fugger führt. Der alles zusammenhaltende Anton Fugger ist verstorben und damit beginnt eigentlich der Kampf um Macht, Geld und Ansehen. Die gleichmäßige Verteilung des Erbes gefällt einigen Familienmitgliedern nicht, insbesondere, da Anna und ihre viele Geschwister Aussicht haben, das mächtige Imperium eines Tages zu erben, da die anderen Geschwister von Annas Vater keine Erben haben. Davon bekommt Anna jedoch recht wenig mit, vielmehr erfreut sie sich in einem schönen Zuhause aller Dinge, die ihr geboten werden.
Doch dies ändert sich, als sie eines Nachts Zeugin wird, wie der Teufel die Küche des Fuggerschen Anwesens heimsucht. Die Mutter, bisher überzeugte Protestantin holt den Pater Canisius zur Hilfe. Dieser übernimmt immer mehr eine wichtige Rolle im Hause Fugger und sorgt dafür, dass sich die abtrünnigen Protestanten wieder dem "wahren" Glauben, dem Katholizismus zuwenden und dass die Kinder eine Erziehung im Sinne des Glaubens erhalten. Mehr und mehr wird das Heim Annas von einer hellen, schönen und lehrreichen Welt zu einem düsteren Ort, an dem Spass, Spiel, Musik und Bildung für Mädchen nunmehr keinen Platz mehr finden. Zur besseren "Intergration" der Kinder werden diese auf Geheiß des Paters Canisius in Klöster verbannt und somit der Familie und dem gegenseitigen Halt entrissen.
Der Unfrieden ist vorhanden, die Familie ist getrennt und viele Schicksalsschläge ereignen die Familie. Anna beginnt zu forschen und kommt einer unheimlichen Verschwörung auf die Spur. Wird es Anna gelingen, alle Stränge dieser Verschwörung zu sehen, die Urheber zu entlarven und ihr Glück zu finden ?

Das mit kleinen Illustrationen der Autorin versehene Buch und tadelloser Recherche von Rebecca Abe entführt den Leser in das 16. Jahrhundert, in eine Zeit, in der die katholische Kirche ihre Macht verlor und sich gegen die Protestanten mit allen Mitteln zur Wehr setzte. Teufelsaustreibungen, Verbot von jeglicher Freude und stundenlange Gebete waren die Hilfsmittel, die auch im Haus Fugger angewandt wurden. Der Roman basiert auf wahren Begebenheiten, im Buch werden insbesondere die innerfamiliären Querelen, die Boshaftigkeit und auch das Unglück der Familie Fugger trefflich dargestellt. Ein Buch, das mit kurzen Kapiteln auwartet, die jedoch dazu anhalten, es nicht mehr aus der Han zu legen, da die Geschichte von Seite zu Seite an Spannung gewinnt. Sehr schnell gelingt es dem Leser sich mit den Figuren zu identifizieren oder eine Abneigung gegen sie zu haben. Insbesondere wird im Roman auch deutlich dargestellt, dass Mädchen und Frauen der damaligen Zeit nicht wissbegierig, interessiert und gebildet sein sollten, sondern nur gefügig und unscheinbar, was sowohl Pater Canisius als auch dem Bruder Annas, Phillip zugute kommt, um das Familiendrama zu eigenen Gunsten zu nutzen.

Auffallend gut hat mir gefallen, dass die Personen in einem eigenen Register aufgeführt wurden, eine Karte des damaligen Augsburg vorhanden ist und im Anhang noch einige Erklärungen sowie weiterführende Quellen benannt sind.

Insgesamt muss ich sagen, dass ich nach langer Zeit wieder Freude hatte, einen historischen Roman zu lesen und ich kann diesen nur jedem empfehlen, der gerne historische Romane liest. Daher fünf Sterne für dieses Buch

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Blinder Hass - Alex Winter (eBook)


Mit seinem Thriller "Blinder Hass" ist Alex Winter ein Thriller der ersten Güte gelungen.

Zum Inhalt:

Vince Foster, der Hauptprotagonist, lebt in der Schweiz, hat gerade sein Sicherheitsunternehmen verkauft und denkt über etwas Neues nach, als ihn Post aus Australien von seinem Bruder Bryan erreicht. Er erhält eine Nachricht, dass sein Bruder auf der Suche nach etwas Besonderem ist und dass sich damit all seine Geldsorgen erledigen. Gleichzeitig sind dem Brief ein paar Tagebuchkopien beigefügt. Um mehr darüber zu erfahren, wendet sich Vince an seinen Schwiegervater Robert und damit werden Ereignisse eingeleitet, die keiner von ihnen erwartet hatte.

Vince gerät ins Visier einer Organisation, die sich "Rote Doktrin" nennt und hinter den Tagebuchkopien her ist. Dabei schrecken sie auch nicht vor Mord zurück. Dies bekommen sowohl Vince als auch Robert sehr schnell zu spüren und es beginnt ein Wettlauf, nicht nur um das Originaltagebuch, sondern auch eines um das Leben von Vince, Robert und einigen anderen Beteiligten. Vince flieht aus der Schweiz nach Australien, sein Schwiegervater versteckt sich in Schottland und die Suche beginnt......

Mit seinem Thriller ist es Alex Winter gelungen, ein einzelnes , fiktives Ereignis aus dem zweiten Weltkrieg mit dem Jetzt zu verbinden und daraus eine beeindruckende Geschichte zu entwickeln.

Bei der Suche, auf die sich Vince begibt, erfährt der Leser viele interessante Dinge über Australien, die Aboriginis und den dort noch vorherrschenden Rassismus, über die Landschaft, die Vegetation, den Glauben und die Kultur der Aboriginis, die weiter Bestand hat trotz versuchter "Umerziehung" durch die weißen Siedler Australiens.

Es entwickelt sich von Beginn an ein hohes Tempo beim Lesen, die Geschichte zieht den Leser in den Bann und man mag das Buch nicht mehr weglegen. Die Geschichte, die hinter der Gruppierung "Rote Doktrin" steht und wie sie sich im Laufe des Buches immer mehr eröffnet, ist plausibel und durchaus so auch vorstellbar. Trotz einer Menge Toter ist das Buch nicht blutig, allerdings ist eine der Figuren doch recht mordlüsternd und kennt jede Foltermethode, die es zu geben scheint und setzt diese auch ein. Die Beschreibungen sind jedoch lesbar und auch erträglich, trotzdem bekommt man eine Gänsehaut und entwickelt eine Antipathie gegen Lübke.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da es neben dem Thrill auch Informationen über "Land und Leute" enthält, die sich lückenlos in das Geschehen einbinden und den Thriller noch interessanter machen. Der gewählte Titel ist passend, weshalb er gewählt wurde, erschließt sich dem Leser erst gegen Ende des Buches, was es nochmals interessant macht.

Daher 5 Sterne und meinen Dank an Alex Winter für dieses tolle Buch.

Freitag, 21. Februar 2014

900 Meilen - S. Jonathan Davis (eBook)


Nach langer Zeit mein erstes Horrorbuch, dann gleich noch mit Zombies und ehrlich, es hat mich überrascht und das positiv.

Gleich zu Beginn des Buches lernt der Leser die beiden Protagonisten John und Kyle kennen. John, in New York auf Geschäftsreise, 900 Meilen von seiner hochschwangeren Frau Jenn getrennt und Kyle, ehemaliger Militär, jetzt Sicherheitsbeamter im Büro, in dem John sein Meeting hat.
Plötzlich und unerwartet bricht das Chaos in New York aus, denn vor der Türe des Bürogebäudes tauchen Zombies wie aus dem Nichts auf. Zuerst fasziniert, dann geschockt und dann in Panik, versucht John, zusammen mit Kyle, sein Leben zu retten und nicht zum Untoten zu werden. Ihnen schließt sich Mr, Chauffer an, der bei einer Versicherung arbeitet und einen Aktenkoffer bei sich trägt.

Bei dem Versuch, den Zombies zu entkommen, gelingt es Chauffer als erstes, sich auf ein benachtbartes Gebäude zu hangeln, dann jedoch zieht er den Mast, der als Brücke dienen sollte, weg, so dass John und Kyle auf dem Dach festzusitzen scheinen. Doch es gelingt ihnen, mutig und geistesgegenwärtig, auf das andere Dach zu kommen und mit dem zitronengelben Hummer des untoten Chefs von John die Flucht anzutreten.

Auf der Fahrt wird immer deutlicher, dass scheinbar das gesamte Land von Zombies bevölkert ist und nur wenige überlebt haben. Einer davon ist Michael, den die beiden Protagonisten aus einem abgestürzten Hubschrauber retten und der sie mit nach "Avalon" nimmt. Dort sollen alle überleben, doch es stellt sich heraus, dass es eher "Brot und Spiele" dort gibt, um einige wenige zu amüsieren. Ob und wie die Protagonisten entkommen und ob John seine hochschwangere Frau erreichen wird und ob sie noch lebt, wird rastant erzählt.

Dieses Buch enthält alles, was ein guter Pageturner haben muss. Sympathische Protagonisten, die üblichen Zombieszenen, blutig, Splatter, Action, Ironie und auch Hinweise auf die Abgründe, die sich in extremen Situtationen auftun. Die bekannten Elemente rund um die Zombies sind enthalten, einige neue Elemente werden eingefügt und insgesamt ist die erzählte Geschichte stimmig und gut zu lesen. Wer aufmerksam liest, liest auch zwischen den Zeilen die gesellschaftskritischen Anmerkungen und den Hinweis auf den Verfall einer Nation bzw der Menschheit.

Abgesehen von einigen kleinen logischen Fehlern und Übersetzungsfehlern ist das Buch ein Lesegenuss auch für Leser, die sich nicht wirklich in der Welt des Horror Genres bewegen

Insgesamt jedoch auf jeden Fall 5 Sterne und warten auf das Folgewerk des Autors.

Danke an den Luzifer-Verlag, dass ich dieses Buch lesen durfte :-)

Barrakuda - Christos Tsiolkas




In seinem neuen Roman "Barrakuda" erzählt der Autor Christos Tsiolkas die Geschichte von Daniel Kelly.

In verschiedene Zeitsegmente einteilt, wird der Leser damit konfrontiert, wie stark der Leistungssport und der Ehrgeiz einen Menschen prägen und auch zerstören können,

Daniel Kelly, ein begabter Junge, erhält ein Stipendium für eine Eliteschule, da er ein sehr guter Schwimmer ist. Doch in der Schule ist er, da er aus ärmlichen Verhältnissen stammt und außerdem noch das Kind einer Auswandererfamilie ist, der Außenseiter.

Sein Schwimmtrainer Torma lehrt ihn gleich zu Beginn des neuen Schuljahres, dass er sich nichts gefallen lassen soll.

Dieser Rat wird ihn jedoch im späteren Leben fast alles kosten.

Während der Zeit im Eliteinternat fixiert sich Daniel immer mehr und mehr darauf, dass sein einziges Ziel ist, ein erfolgreicher SChwimmer zu werden und an den Olympischen Spielen teilzunehmen. Zu Beginn gelingt es ihm auch, erfolgreich zu sein und die anderen hinter sich zu lassen. Er ist fixiert auf den Traum, das Viertel, in dem er lebt, seine Eltern und die ärmlichen Umstände schnellstmöglich hinter sich zu lassen und zur Schwimmelite Australiens zu gehören. Er arbeitet hart und intensiv und wird mehrfach mit ausgezeichneten ersten Plätzen belohnt. Doch im entscheidenden Moment, bei den Pan - asiatischen Jugendspielen, versagt er im Schwimmbecken und wird nur Fünfter. Er bricht hemmungslos weinend und verzweifelt zusammen und alle können dies im TV sehen.

Danach geht es stetig bergab für Daniel. Er ist in der SChule nur noch geduldet, er wird immer weniger akzeptiert und selbst die jüngeren Schüler haben vor ihm Angst, aber nicht, weil er nach wie vor der beste Schwimmer ist, sondern der schlimmste unter allen. Durch sein Verhalten und durch seine mangelhaften Schulleistungen verliert er das Stipendium und beginnt in einem Supermarkt zu arbeiten. Sein Abstieg findet den Höhepunkt bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney, als er ungebeten zu einem ehemaligen Schul- und Schwimmkollegen zur Party geht und dort, gefrustet und entnervt, verhöhnt und verachtet, dieses schwer verletzt. Nach einem Haftaufenthalt wendet sich sein Leben langsam aber sicher , er lernt, dass er nicht der Verlierer ist, für den er sich immer gehalten hat und dass es Dinge gibt, die wesentlich mehr bedeuten als ein erfolgreicher Schwimmer zu sein.......

Der Roman der sich über einen Zeitraum von fast 20 Jahren zieht und das Leben von Daniel Kelly von der Jugend bis in die 30er wiederspiegelt,

ist interessant, gut zu lesen und fesselnd, teilweise jedoch auch etwas hart. Es wird ein Bild von dem Protagonisten gezeichnet, dem eingeredet wird, dass er schneller, größer, stärker seun muss und sich nichts gefallen lassen darf und sich wehren muss. Verloren in einr Welt, in der nur Herkunft und Leistung zählen, ist er verloren, als er sich selbst verliert. Der Roman zeichnet den beschwerlichen Weg von Daniel Kelly auf, nach einer kurzen Zeit des Ruhmes wieder in der Welt anzukommen. Dieser Weg ist steinig, geht stetig bergab und führt dazu, dass Daniel sich fast aufgibt. Doch es gelingt ihm, mit Hilfe des ehemaligen SChwimmtrainers, seiner Familie und Freunde, sich zu fangen und zu sich selbst zu finden.

Ein eindrucksvoller Roman, in dem deutlich wird, unter welchem Druck Leistungssportler stehen, welche Anforderungen an sie gestellt werden und wie schrecklich es ist, wenn Versagen eintritt. Außerdem wird hier deutlich, mit welchen Ängsten und auch Versuchungen Leistungssportler zu kämpfen haben und welche Opfer gefordert sind, die oftmals über das normale Maß hinausgehen.

Empfehlenswertes Buch, sehr guter Schreibstil, flüssig zu lesen, daher auch 5 von 5 Sternen

Gebundene Ausgabe: 467 Seiten
Verlag: Klett-Cotta; Auflage: 1., Aufl. (21. Februar 2014)

Bidquelle www.amazon.de

Montag, 17. Februar 2014

Spiel unter Freunden / Der Köder - P. J. Tracy (TB - Doppelband)


In diesem Doppelband beginnt die Geschichte um die Monkeewrench Crew, 2 Frauen und 3 Männer, die aufgrund eines schrecklichen Ereignisses in ihrer Studienzeit ihre Vergangenheit gelöscht haben und unter neuen Namen leben und arbeiten. Alle 5 sind versierte Computerfreaks, sie erstellen Lernprogramme und Spiele.
Band 1 "Spiel unter Freunden" zeigt auf, wie es zu dem Zusammenschluss der 5 kam und welche Vergangenheit die Hauptprotagonisten teilen. Der Mord an einem Ehepaar in der Provinz und mehrere Morde, die aus dem von Monkewreench entwickelt Spiel kopiert wurden, das zu Testzwecken online gestellt wurde, bilden den Rahmen. Langsam entwickelt sich zwischen der Crew und den Ermittlern Magozzi und Rolseth eine Verbindung, denn allen ist daran gelegen, den Mörder zu finden, der das Spiel in der Realität nachstellt. Jedoch erst mit dem entscheidenden Ermittlungsschritt der im Doppelmord des Ehepaares ermittelnden Beamten Sharon Mueller, Halloran und Bonar kommen sie der Lösung entscheidend nah. In einem furiosen Showdown lösen die Ermittler gemeinsam sowohl den aktuellen Fall als auch den, der 10 Jahre zurückliegt.
Im Band 2 "Der Köder" ermitteln erneut Magozzi und Rolseth in einem beschaulichen Viertel St Paul der Stadt Minneapolis, in dem innerhalb kurzer Zeit mehrere ältere Menschen, zudem noch alles Überlebende von KZ's, mit einem Kopfschuss aus nächster Nähe ermordet werden. Zwischen den Toten gibt es im ersten Moment keinerlei Gemeinsamkeiten, außer der religösen Zugehörigkeit, des hohen Alters und ihrer Vergangenheit. Unter Zuhilfenahme eines von der Monkewreench Crew entwickelten Progamms, welches bei der Auflösung von ungeklärten Fällen äußerst hilfreich ist, kommen die Ermittler den Hintergründen, Gemeinsamkeiten und letztendlich auch dem Mörder auf die Spur.

Das Cover ist nicht unbedingt ansprechend gewählt, jedoch im Zusammenhang mit dem Thema der beiden Bände durch aus ok. Der von P.J. Tracy gewählte Schreibstil im Zusammenhang der gewählten Themen ist sehr gut zu lesen, der Spannungsbogen wird gehalten. Auch ist das Buch gut zu lesen, da man während des Lesens dank der detaillierten Beschreibungen der Autorinnen, einen guten Blick auf die Charaktere bekommt und damit auch eine Vorstellung von der bunt gemischten Truppe, die die Protagonisten in dieser Serie sind.

Für Thrillerfans eine empfehlenswerte Reihe, besonders deshalb, weil trotz mehrerer Morde das Geschehen umfangreich und gut lesbar dargestellt ist.

Zu den Autorinnen:

P.J. Tracy ist das Pseudonym eines Autorenteams aus Mutter und Tochter. Die ehemaligen Drehbuchautorinnen erzielten mit ihrem Krimidebüt "Spiel unter Freunden" einen internationalen Überraschungserfolg, der von Lesern und Kritikern mit Lob überhäuft wurde. Seitdem schreiben sie erfolgreich an ihrer Serie um das Monkeewrench-Team.

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Blood Magic - Weiß wie das Mondlicht, rot wie das Blut


Blood Magic - Weiß wie das Mondlicht, rot wie das Blut ist ein Fantasyroman für Jugendliche, jedoch nicht nur.

Das Buch baut im wesentlichen auf den zwei Protagonisten Silla und Nick auf, wird jedoch ergänzt durch Tagebucheinträge des Vaters von Silla und der unbekannten Josephine.

Silla, deren Eltern vor kurzem gestorben sind, lernt auf dem Friedhof hinter dem Haus der Eltern Nick kennen, der vor kurzem mit seinen Eltern in das Haus seines Großvaters gezogen ist. Sie sitzt am Grab ihrer Eltern und liest im Buch ihres Vaters, aus dem sie erfährt, wie man Magie wirkt. Nick sieht dabei zu, wie sie Magie wirkt, dies jedoch bewirkt bei ihm Unbehagen, jedoch weiß er nicht genau weshalb.
Beide Jugendliche, in einem schwierigen Alter mit unterschiedlichen Problemen im Hintergrund, lernen sich auf diese Art kennen und nähern sich an. Gemeinsam entdecken sie, dass sie beide in der Lage sind, Magie zu wirken und so entwickelt sich neben einer beginnenden Liebesgeschichte die Geschichte um die Hintergründe, weshalb Silla und Nick dazu in der Lage sind.

Im Laufe des Romans kommen sich die beiden näher und erfahren durch die Einträge im Tagebuch des Vater sowie Experimente und Erinnerungen von Nick, wie es dazu kommt, dass sie in der Lage sind, Magie mithilfe von einfachen Mitteln und ihrem eigenen Blut zu erschaffen. Gleichzeitig müssen sie jedoch erfahren, dass Magie nicht immer nur für gute Dinge genutzt werden, sondern vielmehr auch angewandt wurden, um Leid zuzufügen. Wo Licht ist, ist eben auch Schatten.

Durch die beiden Erzählstränge aus Sicht von Silla und Nick ergänzt sich die Geschichte doch recht gut, die fehlenden Stränge und Hintergründe werden im Laufe des Buches nach und nach durch die Tagebucheinträge von Robert Kennicot, dem Vater Sillas und denen von Josephine ergänzt. Gleichzeitig wird der Leser behutsam in die gesamte Problematik und die Geheimnisse eingeführt, die um die beiden Familien ranken.

In einem doch recht rasant ansteigenden Tempo kommt die Autorin im letzten Drittel des Buches dann unnachgiebig zu einem FInale, das so nicht zu erwarten war. Nicht alle Geheimnisse werden enthüllt, jedoch ein Großteil und die, die verborgen bleiben, regen zum (Nach)denken an. Eine Fortsetzung erscheint jedoch, selbst bei bleibenden Fragen, eher unwahrscheinlich, da das Buch in sich abgeschlossen die Geschichte von Nick und Silla erzählt.

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In einem gut lesbaren Stil, einfach und doch interessant geschrieben, entführt Tessa Gratton die Leser in eine Welt, in der Gut und Böse regieren und dies durch Magie geschieht. Aufgelockert und auch aufgepeppt wird das Buch noch dazu durch die unterschiedlichen Schriftarten, die den Tagebucheinträgen von Robert Kennicot und Josephine zugeordnet werden, so dass auch hier innerhalb des Buches Phasen auftauchen, in denen man recht konzentriert lesen muss, um auch alles zu erkennen und zu verstehen. Bücher über Magie sind nicht neu, jedoch hebt sich dieser dadurch hervor, dass er sich präzise und prägnant präsentiert und den Leser in den Bann zieht. Einmal begonnen, mag man das Buch nicht mehr weglegen, bis man es beendet hat. Es ist daher auch hinnehmbar, dass es einige grammatikalische Fehler und einige Hänger gab, die jedoch nicht so sehr ins Gewicht fallen, als dass es die magischen Momente stören oder gar zerstören würde.

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Das haptisch gestaltete Cover stellt eine gute Verbindung zum Thema her, die blutrote Rose vor einem dunklen Hintergrund. Der Hinweis auf den Titel Blood Magic ist hier ebenso enthalten wie auch ein versteckter Hinweis auf die dunklen Seiten von Magie.

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Insgesamt ist zu sagen, dass es sich hier um ein gelungenes Buch im Rahmen von Fantasy für Jugend handelt, jedoch auch jeder Fantasy begeisterte Leser die beiden Protagonisten in sein Herz schließen wird und mit ihnen Freude und Leid erleben kann.

Daher rückblickend unter Berücksichtigung der kleinen "Fehler" und Unstimmigkeiten trotz alledem 5 Sterne für dieses Buch.

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