Sonntag, 13. Mai 2018

Eine Liebe in Apulien - Sabrina Grementieri

Eine Liebe in Apulien, ein romantischer Roman mit Krimielementen, führt den Leser mit der Protagonistin Viola nach Süditalien. Viola erbt einen alten Gutshof von ihrer Oma, den sie zum Feriendomizil umbauen möchte. Bei den Umbauarbeiten lernt sie Aris kennen und lieben, dessen Verlobte Sara steht jedoch zwischen ihnen. Auch die Umbauten werden immer wieder sabotiert und ein Brief ihrer verstorbenen Großmutter stellt sie zusätzlich vor eine weitere Aufgabe.

Im Roman ist alles enthalten, was zu guter Unterhaltung beiträgt, Romantik, Spannung und jede Menge Emotionen. Die 70 Kapitel sind in einem durchgehenden Erzählstrang verfasst, was es dem Leser schwer macht, das Buch aus der Hand zu legen.

Besonders gut gefällt mir, dass die einzelnen Personen und die Orte und Geschehnisse so bildhaft beschrieben sind, dass beim Lesen Bilder der Orte und Geschichte vor dem inneren Auge entstehen und man immer genau weiß, dass man sich in Süditalien befindet. Fast kann man die verschiedenen Düfte Italiens riechen.
Der Autorin gelingt es, die verschiedenen Protagonisten plausibel und einfühlsam zu beschreiben, besondere Merkmale, wie bei dem Jungen Nico, ohne genauere Beschreibung hervorzuheben.
Beim Lesen bleibt ab und an vor Spannung die Luft weg, der eigene Ermittler sucht nach dem Verantwortlichen der Sabotagen und man lacht und leidet mit den Protagonisten.

Zum Schluss hin kommt leider etwas Hektik auf, ein paar Seiten mehr hätten dem Buch sicher gut getan, um ein weniger abruptes Ende zu erleben.
Insgesamt ist das Buch durchaus zu empfehlen, wenn man eine lockere und leichte Urlaubs/Gartenlektüre sucht.


Wegen des etwas abrupten Endes vergeben ich 4 von 5 Sterne

352 Seiten, Mira Taschenbuch

Samstag, 21. April 2018

Die Rache der Polly McClusky - Jordan Harper

Jordan Harper präsentiert in diesem Buch eine Geschichte um Polly, ihren inhaftierten Vater Nate, den Detective John, Crazy Craig, Anführer der Aryan Steel, eine Geschichte, die mit dem ersten Kapitel den Leser in den Bann zieht und rasant mitnimmt.

Der Leser erlebt, geschildert aus verschiedenen Perspektiven, was Nate dazu bewegt, kurz nach seiner Haftentlassung ein Auto zu stehlen, seine Tochter zu holen und Kontakt zu seiner Frau aufzunehmen. Sind Vater und Tochter die Gejagten, sind sie die Jäger???

Der Leser erlebt mit den beiden Protagonisten Polly und Nate den Wandel der einzelnen Personen und des Verhältnisses zueinander. Dieser Wandel ist auch im Schreibstil deutlich zu erkennen, von kindlich naiv zu reif und abgeklärt erlebt man Pollys Wandel, Nate, der Straftäter entwickelt Gefühle, die unter der harten Schale versteckt sind.

Der Schreibstil von Jordan Harper sorgt für eine hervorragende Darstellung der Charaktere, sie haben Tiefgang, es ist eine gelungene Umsetzung.

Der Leser taucht in eine Welt ein, die täglich in den Nachrichten zu sehen ist, Verbindungen von Gangs innerhalb und außerhalb eines Gefängnisses, Machtverhältnisse, Vorgehensweisen werden beängstigend dargestellt.

Sprachlich ist dieser Roman sehr stark, jeder Protagonist ist am Schreibstil zu erkennen, fein abgestimmt, bildhaft und Mut einer Wucht, die den Leser dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen lässt.
Insgesamt ein Roman, der rasant ist, jedoch neben Gefahren auch die sich entwickelnde Vater/Tochter Beziehung aufzeigt und von der ersten bis zu letzten Seite lesenswert ist.

#EGOLAND - Michael Nast

#EGOLAND erzählt die Entwicklung verschiedener Protagonisten, die nach und nach vom Autor miteinander in Verbindung gebracht werden. Aus der Erzähler Perspektive beschreibt der Autor die Geschichte von Andreas. Andreas hat sich umgebracht, die Gründe und Machenschaften, die hierfür der Grund waren, werden nach und nach offenbart. Durch viele Dialoge sowie eine sehr detaillierte Beschreibung der Handlungen und Gefühle der beteiligen Protagonisten ergibt sich eine authentische Geschichte. Einzelne Passagen ziehen sich, auch fühlt man sich gelegentlich in die merkwürdige Welt der sogenannten Reality TV Welt gezogen.

Nicht alle Protagonisten vermögen zu überzeugen, nicht jede Situation erscheint nachvollziehbar.

Ich muss jedoch sagen, dass ich beim Lesen durchaus zustimmend nicken musste, denn die Beobachtungen im Buch decken sich mit persönlichen Beobachtungen.
Insgesamt bleibt am Ende des Buches eine gemischte Stimmung, das erhoffte Spiegelbild ist nur teilweise zu erkennen, 431 Seiten, die mir gelegentlich die Lust zum weiter lesen genommen haben. Die ein oder andere Kürzung und eine etwas realere Anschauung hätte dem Buch sicher nicht geschadet.

Montag, 29. Januar 2018

Eine Insel zwischen Himmel und Meer -Lauren Wolk

In diesem als Jugendbuch vorliegenden Roman erzählt die Protagonistin Crow aus der Ich-Perspektive ihr Leben mit Osh und Miss Maggie.
Die zentrale Frage, die immer wieder aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet wird, ist die Frage, wer bin ich, woher komme ich, warum werde ich ausgegrenzt.
Crow macht sich im Teenageralter auf den Weg, ihre Vergangenheit zu erkunden, zu erkennen, wer sie ist, weshalb sie sich unterscheidet, weshalb sie als Baby weggegeben wurde.
Unterstützt wird sie dabei von Osh, der seit ihrer Ankunft auf der Insel für sie sorgt und von Miss Maggie, Lehrerin, Krankenschwester, Vermittlerin, Bindeglied zwischen den Inselbewohnern und Osh sowie Crow.
Gemeinsam machen sich die Protagonisten auf einen Weg, nicht ahnend, dass hieraus ein gefährliches Abenteuer wird.

Sehr schöne Erzählung über den Vorgang des Erwachsenwerden und der Suche nach dem Platz in der Welt. Manchmal liegt das Gute so nah, dass man nicht in der Ferne danach suchen muss.
Ein moderner Familienbegriff, eine Reise mit der Protagonistin, bei der man mit jedem Kapitel weiter in die Geschichte eintaucht.

Dieses Buch eignet sich nicht nur für jugendliche Leser, sondern für alle Altersklassen.
Schön gestaltetes Cover, passend zum Thema, ansprechend und trotzdem nicht grell.
Fazit: Empfehlenswert

DTV Verlag, 278 Seiten

Mittwoch, 6. April 2016

E.D.E.N



Die Gestaltung des Covers finde ich sehr gelungen.

Atheist, beziehungsunfähig und unzufrieden mit seinem Leben möchte Max Stoller seinem Leben ein Ende setzen. Er befindet sich in der Mitte seines Lebens, sein Beruf erfüllt ihn nicht und beim Nachdenken über seine Lebensleistung stellt er fest, dass da nichts ist. Also der perfekte Zeitpunkt sein Leben zu beenden. Aber ganz so einfach ist das nicht, denn sein Vorhaben wird immer wieder unterbrochen, sei es durch Alkohol, Kaffee oder ein Henkersmahl. Nicht zu vergessen, die Wohnung aufzuräumen. Beim entsorgen von Zeitschriften begegnet er seiner neuen Nachbarin und verliebt sich in sie. Sie die Klavierspielerin mit nur 9 Fingern. Mit ihrem Umzug in die neue Wohnung wollte sie ihre Erinnerungen löschen und stellt fest, die Wohnung ist neu, aber die Erinnerungen die alten.

Als Max Stoller in der Nacht eine Erscheinung hat die ihm suggeriert, dass er ein auserwählter ist, der die Welt retten soll, stürzt ihn das in eine Krise. Ist er verrück oder ein auserwählter. Er muss das unbedingt herausfinden und dem ganzen auf den Grund gehen.
Dr. Daniel Meckel, Prof. für Epileptologie , ist von seiner wissenschaftlichen Arbeit so sehr überzeugt, dass er Gelder zweckentfremdet und die Entwicklungsabteilung für eigene Zwecke nutzt.

Kein Wunder, dass der Autor Passagen aus der Bibel für sein Buch verwendet. Denn allen Personen fehlt eine christlich ethnische Grundhaltung, die für ein glückliches Leben so wichtig ist..

Sie machen sich zu Außenseiter und fühlen sich nicht verstanden und im Umkehrschluss tun sich die Mitmenschen sehr schwer mit ihnen.
Das Buch fand ich sehr gelungen, weil es an Grundwerte erinnert die heute oft vergessen werden. Vieles findet sich in der Bibel wieder und macht das Leben einfacher.

Ein Buch das zum Nachdenken anregt, sicher auch an einigen Stellen etwas langatmig, aber trotzdem interessant und aufschlussreich.

Buchtitel: E.D.E.N.

Bildquelle : Amazon

Mittwoch, 9. September 2015

Persönliches

Da mein PC sein Leben ausgehaucht hat und meine Zeit sehr limitiert war, habe ich leider lange keinen Blogeintrag mehr gemacht, aber das wird sich in den nächsten Tagen andern, viele neue Bücher werden vorgestellt und eine neue SUB Liste erstellt.
Ich wünsche allen einen tollen Tag.

Montag, 29. September 2014

Zerrissen - Natalie Schauer



In der Kurzgeschichte Zerrissen erzählt die Autorin Natalie Schauer die Geschichte von Charlotte, Ian, Isabella und Niklas.

Die Geschichte beginnt in der Vergangenheit, Charlotte trinkt, ist einsam und hat ihren Sohn NIklas verloren. Niemand glaubt mehr, dass das Kind noch lebt und sie verzweifelt immer mehr an der Situation, die zum Verlust des Kindes geführt hat. Sie fühlt sich zerrissen, einsam, hilflos, schämt sich, denn als ihr Sohn Niklas verschwunden ist, war sie bei ihrem Geliebten Raoul

In dem zweiten Teil spielt die Kurzgeschichte in der Gegenwart, sie beginnt mit dem Aufenthalt von Charlotte in der psychatischen Anstalt, in der sie untergebracht wurde, nachdem sie versucht hat, Raoul, ihren ehemaligen Geliebten, umzubringen. Sie macht eine Entziehungskur und lernt dabei Isabella kennen, die ehemalige Polizisten, die ebenfalls ein Alkoholproblem hat. Sie bittet sie, ihr dabei zu helfen, ihre Unschuld zu beweisen und ihren Sohn zu finden. Nur widerwillig beginnt Isabella mit den Recherchen, doch nach und nach verstrickt sie sich mehr und mehr in die Geschichte und letzendlich hilft sie zusammen mit einem ehemaligen Kollegen Charlotte dabei, zu beweisen, dass ihr Sohn noch lebt.

Es ergeben sich mehrere Hinweise und am Ende erkennt der Leser, dass Charlottes Schicksal eng mit dem von Isabella verwebt wurde.

In der Ich-Form erzählte, eindrucksvolle Kurzgeschichte, die stimmig ist und zu einem unvermuteten Ende führt. Insgesamt ist die GEschichte gelungen, jedoch sind einige Passagen etwas langatmig und einige Informationen sind vorhanden, jedoch wie Isabella, die Charlotte hilft daran kommt, ist nicht eindeutig beschrieben. Auch das Ausscheiden von Isabella aus dem aktiven Polizeidienst und ihre immer noch vorhandenen KOntakte sind ok, allerdings denke ich, dass die Informationen, die sie im Buch bekommt, im tatsächlichen Leben nicht so einfach zu bekommen sind.

Der SChreibstil ist gut zu lesen, das Cover nimmt das Thema des sich zerrissen fühlens auf und ist somit gut gewählt. Insgesamt erhält diese Geschichte von mir 4 Sterne, da einige Dinge doch nicht hunderprozentig sind, jedenfalls in meinen Augen.

Trotz allem eine empfehlenswerte Kurzgeschichte

Bildquelle: www.amazon.de