Zitat des Tages

Montag, 20. Januar 2014

Ungeheuer - Claudia Puhlfürst

In ihren Roman Ungeheuer entführt uns Claudia Puhlfürst im wahrsten Sinne des Wortes in eine schauerliche Welt eines Mörders. * Bereits im Prolog ist man mitten im Geschehen. Ein Mann verfolgt eine nackte, junge Frau im Wald, fängt sie und ermordet sie. Danach entnimmt er ihr fachgerecht und mit präziser chirurgischer Kenntnis einzelne Organe. Zum Zeitpunkt der Verfolgung träumt Lara, eine junge Journalistin, Bruchstücke der Ereignisse. Sie macht sich daraufhin Sorgen, dass sie erkrankt sein könnte und sucht einen Arzt auf, der klären soll, weshalb sie solche schrecklichen Visionen hat. Doch der Arzt stellt lediglich eine leichte Unterzuckerung fest, jedoch besteht Lara darauf, dass sie sich bezüglich eines möglichen Gehirntumors untersuchen lassen muss. Immer wieder fällt Lara in eine Art Trance und nimmt bruchstückhaft Erlebnisse weiterer Morde wahr. Als dann noch in einer Tickermitteilung über den ersten Mord bei ihr in der Redaktion eingehen, setzt sie sich mit einem Bekannten in Verbindung, der ihr bei ihrem Problem behilflich sein soll. Derweil hat der unbekannte Mörder, der sich selbst Dr. Nex nennt, ein weiteres Opfer im Visier und spioniert dies aus und wartet auf seine Gelegenheit, das Opfer für seine perfiden Pläne in die Hände zu bekommen. Nachdem weitere Leichen gefunden werden, entdeckt Lara Gemeinsamkeiten der Opfer. Dies teilt sie Marc mit und in einem Gespräch erfährt sie von ihm weitere Einzelheiten zu den Fällen, die sie sich notiert und in einem Ordner auf einem Speicherstick ablegt. Als sie in einem unbedachten Moment in der Redaktion einige Ergänzungen macht und dann kurz den Raum verlässt, wird ihr das zum Verhängnis. Tom, der Redaktionskollege nutzt die Gelegenheit und kopiert ihre Daten auf seinen Computer. Kurz darauf erscheint in der Tageszeitung, in der Lara und Tom arbeiten, ein umfangreicher und aufsehenerregender Artikel, in dem bislang geheim gehaltene Informationen preis gegeben werden. Dieser Artikel trägt Laras Kürzel und führt zu überstürzten Reaktionen von Dr. Nex. Er lässt eines seiner "Kunstwerke" durch einen Penner in der Redaktion abliefern und hofft, dass er dadurch erreichen kann, dass der Artikel revidiert wird. Da jedoch in der Redaktion beschlossen wurde, nichts über den Vorfall verlauten zu lassen, erscheint Dr. Nex nunmehr selbst, allerdings verkleidet, in der Redaktion und stellt dabei fest, dass wider Erwarten der vermeindliche Autor des Artikels kein Mann sondern Lara ist. Dies wird Lara zum Verhängnis, Marc versucht sie zu erreichen und da sie weder an das Handy geht noch in der Redaktion zu erreichen ist, macht er sich , zusammen mit dem freien Fotografen Jo auf die Suche. Die Zeit drängt, denn Lara scheint sich in höchster Gefahr zu befinden..... * Claudia Puhlfürst entführt den Leser in diesem Krimi in die Welt der Serienmörder, die es bereits mehrfach gab. Nicht immer ist es einfach, diesen Roman zu lesen und vor allem ist es kein Krimi für Zartbesaitete, denn die Werke und Taten von Dr. Nex werden detailliert beschrieben und auch die seines amerikanischen Vorbildes sind zu lesen. In einer ihr eigenen Schreibweise, unterlegt mit fundiertem Wissen und sehr guter Recherche gelingt es der Autorin jedoch, den Leser in den Bann zu ziehen und eine Spannung aufzubauen, die mit jeder Seite zunimmt. Auch gewährt sie einen Einblick in die Psyche des Mörders und die Hintergründe, aus welchen sich die Abartigkeiten ergeben. Ein Thriller, den man nur weiterempfehlen kann, daher volle 5 Sterne.