Zitat des Tages

Montag, 17. Februar 2014

Blood Magic - Weiß wie das Mondlicht, rot wie das Blut


Blood Magic - Weiß wie das Mondlicht, rot wie das Blut ist ein Fantasyroman für Jugendliche, jedoch nicht nur.

Das Buch baut im wesentlichen auf den zwei Protagonisten Silla und Nick auf, wird jedoch ergänzt durch Tagebucheinträge des Vaters von Silla und der unbekannten Josephine.

Silla, deren Eltern vor kurzem gestorben sind, lernt auf dem Friedhof hinter dem Haus der Eltern Nick kennen, der vor kurzem mit seinen Eltern in das Haus seines Großvaters gezogen ist. Sie sitzt am Grab ihrer Eltern und liest im Buch ihres Vaters, aus dem sie erfährt, wie man Magie wirkt. Nick sieht dabei zu, wie sie Magie wirkt, dies jedoch bewirkt bei ihm Unbehagen, jedoch weiß er nicht genau weshalb.
Beide Jugendliche, in einem schwierigen Alter mit unterschiedlichen Problemen im Hintergrund, lernen sich auf diese Art kennen und nähern sich an. Gemeinsam entdecken sie, dass sie beide in der Lage sind, Magie zu wirken und so entwickelt sich neben einer beginnenden Liebesgeschichte die Geschichte um die Hintergründe, weshalb Silla und Nick dazu in der Lage sind.

Im Laufe des Romans kommen sich die beiden näher und erfahren durch die Einträge im Tagebuch des Vater sowie Experimente und Erinnerungen von Nick, wie es dazu kommt, dass sie in der Lage sind, Magie mithilfe von einfachen Mitteln und ihrem eigenen Blut zu erschaffen. Gleichzeitig müssen sie jedoch erfahren, dass Magie nicht immer nur für gute Dinge genutzt werden, sondern vielmehr auch angewandt wurden, um Leid zuzufügen. Wo Licht ist, ist eben auch Schatten.

Durch die beiden Erzählstränge aus Sicht von Silla und Nick ergänzt sich die Geschichte doch recht gut, die fehlenden Stränge und Hintergründe werden im Laufe des Buches nach und nach durch die Tagebucheinträge von Robert Kennicot, dem Vater Sillas und denen von Josephine ergänzt. Gleichzeitig wird der Leser behutsam in die gesamte Problematik und die Geheimnisse eingeführt, die um die beiden Familien ranken.

In einem doch recht rasant ansteigenden Tempo kommt die Autorin im letzten Drittel des Buches dann unnachgiebig zu einem FInale, das so nicht zu erwarten war. Nicht alle Geheimnisse werden enthüllt, jedoch ein Großteil und die, die verborgen bleiben, regen zum (Nach)denken an. Eine Fortsetzung erscheint jedoch, selbst bei bleibenden Fragen, eher unwahrscheinlich, da das Buch in sich abgeschlossen die Geschichte von Nick und Silla erzählt.

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In einem gut lesbaren Stil, einfach und doch interessant geschrieben, entführt Tessa Gratton die Leser in eine Welt, in der Gut und Böse regieren und dies durch Magie geschieht. Aufgelockert und auch aufgepeppt wird das Buch noch dazu durch die unterschiedlichen Schriftarten, die den Tagebucheinträgen von Robert Kennicot und Josephine zugeordnet werden, so dass auch hier innerhalb des Buches Phasen auftauchen, in denen man recht konzentriert lesen muss, um auch alles zu erkennen und zu verstehen. Bücher über Magie sind nicht neu, jedoch hebt sich dieser dadurch hervor, dass er sich präzise und prägnant präsentiert und den Leser in den Bann zieht. Einmal begonnen, mag man das Buch nicht mehr weglegen, bis man es beendet hat. Es ist daher auch hinnehmbar, dass es einige grammatikalische Fehler und einige Hänger gab, die jedoch nicht so sehr ins Gewicht fallen, als dass es die magischen Momente stören oder gar zerstören würde.

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Das haptisch gestaltete Cover stellt eine gute Verbindung zum Thema her, die blutrote Rose vor einem dunklen Hintergrund. Der Hinweis auf den Titel Blood Magic ist hier ebenso enthalten wie auch ein versteckter Hinweis auf die dunklen Seiten von Magie.

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Insgesamt ist zu sagen, dass es sich hier um ein gelungenes Buch im Rahmen von Fantasy für Jugend handelt, jedoch auch jeder Fantasy begeisterte Leser die beiden Protagonisten in sein Herz schließen wird und mit ihnen Freude und Leid erleben kann.

Daher rückblickend unter Berücksichtigung der kleinen "Fehler" und Unstimmigkeiten trotz alledem 5 Sterne für dieses Buch.

Bildquelle : www.amazon.de