Zitat des Tages

Donnerstag, 13. Februar 2014

Die Ludwig Verschwörung - Pötzsch , Oliver


Der Roman Die Ludwig Verschwörung beinhaltet sowohl historische als auch krimninalistische Elemente und ist somit eine gelungene Kombination. (576 Seiten)

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Der Münchner Antiquar Steven Lukas findet in seinem Antiquariat bei Durchsicht seiner Schätze ein reichlich verziertes Holzkästchen, in dem sich ein Bild, eine Haarlocke und ein Tagebuch befinden. Der Verfasser des Tagebuches ist ein Vertrauter des Königs Ludwig II. und Steven versucht, dieses zu lesen, was jedoch daran scheitert, dass es in einer geheimen Schrift verfasst ist. Doch der Beginn, der noch lesbar ist, lässt Steven hoffen, dass sich aus dem Tagebuch eventuell die tatsächlichen bislang ungeklärten Todesumstände des bayrischen Märchenkönigs klären. Steven ahnt jedoch nicht, dass genau dieser Fund ihn in Gefahr bringt.

Nachdem mehrere Personen versuchen, ihn nach dem Buch zu fragen, ihn bedrohen und an das Buch zu gelangen, lernt er Sara kennen, die sich als Nichte des verstorbenen Professors Liebermann ausgibt und ihm erklärt, dass sie ihm bei der Enträtselung des Buches behilflich sein will. Also macht sich Steven an die Entschlüsselung des Tagebuches unter Zuhilfenahme der bekannten Informationen um Ludwig II., kyprotologischen Verschlüsselungen und später noch mithilfe des in der Geschichte Ludwigs bewanderten "Onkle Lu", der über außerordentliche Kenntnisse verfügt. Doch auch die, die bereits nach dem Tagebuch gesucht haben, sind Steven, Sara und Lu auf den Fersen und je weiter der Antiquar mit der Entschlüsselung vorankommt, umso gefährlicher wird es für ihn und seine Mitstreiter. Hinzu kommt noch, dass die Polizei Steven des Mordes an Professor Liebermann sucht.

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Die Entschlüsselung des Tagebuchs führt Steven und seine Mitstreiter in die Schlösser LInderhof, dann an denChiemsee und am Ende noch nach Neuschwansteins. Nicht nur gelingt es Steven, das komplette Tagebuch zu übersetzen, nein, er erkennt auch den wichtigsten Hinweis in den Überschriften. Als er letztendlich das Tagebuch entschlüsselt hat, gibt sich ein Verfolger zu erkennen und versucht alles an sich zu reißen.

An diesem Punkt wird der Leser sicherlich überrascht, sowohl bezüglich des Verfolgers als auch bezüglich des Geheimnisses, welches in dem Tagebuch so interessant verschlüsselt war.

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Das Buch ist wirklich spannend und interessant geschrieben, einmal begonnen und in die Geschichte eingetaucht, kann man es nicht mehr aus der Hand legen. Als besonders hilfreich empfand ich, dass sowohl Karten der Schlösser als auch der Umgebungen am Beginn des Buches vorhanden sind, ebenso wie ein Personenregister für den besseren Überblick. Am Ende des Buches findet sich noch ein Verschwörungsglossar sowie eine recht umfangreiche Liste an Literatur, die sich mit den verschiedenen Verschwörungstheorien um Ludwigs Tod beschäftigen.

M.E. eine gelungene Mischung aus historischen Begebenheiten und kriminalistischer Ermittlung, sehr gut lesbar und interessant geschrieben. Auch das Cover ist passend gewählt, es stellt einen guten Zusammenhang zum Roman her und ist, dank der haptischen Schrift, sehr gut gestaltet.

Insgesamt daher 5 Sterne für diesen Roman

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