Zitat des Tages

Freitag, 28. Februar 2014

Eiskalte Umarmung - Poesie der Angst - Astrid Korten



In ihrem neuen Psychothriller "Eiskalte Umarmung - Poesie der Angst" führt die Autorin Astrid Korten den Leser über einen fast 20 jährigen Zeitraum durch das Leben eines psychopathischen Mörders.

Alles beginnt im Jahr 1981, mit der Entführung einer jungen, blonden Frau. Diese junge Frau wird einige Tage später von Kommisar Hirschau gefunden, sie wurde schwer gequält, der Täter ist negrophil und es fehlt ihr die rechte Hand. Der Täter beobachtet vor, während und nach der Tat Katharina, ein junges Mädchen, und ihre kleine Schwester Anna.

Mit jedem Tag und jeder Seite des Buches wird die Obsession des Täters Jakob immer deutlicher und beklemmender, es wird deutlich, dass er sich für einen Gott hält, dass er einen Anspruch auf ein reines, unschuldiges Mädchen erhebt und alles daran setzt, seine Ehre als Prinz zu erhalten und unbeschmutzt zu bleiben.

Ein Blick in die Vergangenheit eröffnet die Gründe für sein Verhalten, rechtfertigt diese jedoch nicht.

In seinen Wahn bindet er Lukas ein, einen Freund der kleinen Anna, der ohne es zu wissen und zu ahnen, in ein böses abartiges Spiel eingebunden wurde und letztendlich die Rettung für Anna darstellt. Ein harmloser und naiver junger Mann soll benutzt werden, Jakob arbeitet ganz gezielt auf sein höchstes Ziel hin.

"Ein Psychopath hat kein Gewissen" - dieses Zitat aus dem Buch verdeutlich, wie sehr Jakob seine Ziele verfolgt, wie sehr er auf die EINE fixiert ist und wie schlimm das Böse sein kann.

Die Auflösung des Falles, wer tatsächlich der Mörder der vielen jungen, unschuldigen Frauen ist, die in dem beschriebenen Zeitraum qualvoll ums Leben kommen, ist unerwartet........

Astrid Korten ist ein Psychothriller gelungen, der unter die Haut geht, der den Leser anhält, weiterzulesen, mitzuerleben und mitzubangen. Trotz recht grausamer Rituale und Mordmethoden gelingt es ihr, die grauenvollen Taten so zu schildern, dass sie nicht reißerisch erscheinen und den Leser nicht zum Voyeur machen.

Bei mir blieb nach Ende des Buches ein beklemmendes Gefühl haften, dass auch im Laufe des Tages nicht sofort abklingen konnte und wollte. Trotz alledem kann ich dieses Buch vorbehaltslos weiterempfehlen und hoffe auf die Fortsetzung.

5 Sterne +

Danke an Astrid Korten, dass ich an der interessanten und aufschlussreichen Leserunde teilnehmen konnte.