Zitat des Tages

Donnerstag, 6. März 2014

Ricardas Erbe - Christine Lawens (ebook)


Bei dem Buch "Ricardas Erbe" handelt es sich um eine andalusische Familiensaga, die auf zwei Zeitebenen die Geschichte der Familie Alfaro -Sanchez und ihrer Nachfahren erzählt.

Im Besonderen geht es um Ricarda, die Erbin der Finca in Andalusien, die über die Gabe verfügt, Pferde nicht nur behandeln zu können und sie zu heilen sowie um ihre Enkelin Carmela, die das Talent der Großmutter geerbt hat und um den Erhalt der Finca und des Landes rund um die Finca kämpfen muss.

Ricarda lebte in der Zeit der Franco Diktatur, Carmela lebt in den 90er und kämpft nicht nur gegen sich und die Geister der Vergangenheit, sondern auch gegen ihre Geschwister, die sich nach dem Tod des Vaters darauf versteifen, das gesamte Land zu verkaufen und zu einem spanischen "Disney-Park" zu machen.

Um die Rettung des Anwesens zu erreichen, muss Carmela nach dem Tod des Vaters erreichen, dass sie das Geheimnis der Großmutter aufdeckt und somit allen verständlich macht, dass das Land nicht verkauft werden kann.

Hierbei kommt sie verschiedenen Geheimnissen auf die Spur. Zum einen hatte ihre Großmutter eine außereheliche Affäre, aus der ein Sohn hervorging, der jedoch nicht in der Familie aufwuchs und zum anderen gibt es ein Gelübte, dass sie belegen muss, um den Landverkauf zu verhindern.

Auf 269 Seiten gelingt es Christine Lawens, die Geschehnisse rund um die Familie zu erzählen, mit allen Höhen und Tiefen.

Auch wenn die Familiengeschichte in dieser Saga im Vordergund steht, so vermisse ich doch den Bezug zu der wunderschönen Landschaft Andalusiens und die Arbeit, die sowohl Carmela als auch Ricarda ausgeübt haben. Während der Suche nach Unterlagen und Möglichkeiten bleibt leider die Tätigkeit Carmelas in der Erzählung auf der Strecke und daher erfährt man über ihre Arbeit recht wenig. Auch über die extrem anstrengenden Zeiten in der Diktatur Francos erfährt der Leser recht wenig, lediglich ein paar Andeutungen.

Die historische Recherche jedoch überzeugt und ist ein guter Bestandteil des Romans.

Die Charactere können teilweise überzeugen, jedoch erscheint die Protagonistin Carmela gelegentlich recht sprunghaft und das führt zu einigen Ungereimtheiten.

Trotz allem verdient das Buch 4 Sterne, für Leser, die gerne einen Roman mit historischen HIntergründen und einer Portion Liebe und Leid lesen, ist der Roman empfehlenswert.

Mein Dank gilt Christine Lawens, die das Lesen des Buches für mich ermöglichte.

Bildquelle: www.amazon.de