Zitat des Tages

Dienstag, 11. März 2014

Aufgefressen - J.P. Conrad



Das Buch beginnt mit einem Prolog, in dem der Leser an einer familiären Situation Anteil hat, in der häusliche Gewalt an der Tagesordnung ist und sich daraus erneut Gewalt ergibt, allerdings fokusiert sich diese Gewalt auf ein neues Opfer.

Mit einem Sprung ins Jetzt lernt der Leser Jack kennen, einen Reporter, der dank guter Kontakte zu Scotland Yard bei der Berichterstattung immer einen kleinen Schritt voraus ist. So auch jetzt im Fall der drei Toten, deren Gesichter mit Säure verätzt gefunden werden.

Er macht sich daran, mehr über die Tat und die Opfer zu erfahren und ahnt nicht, wie sich das noch auf die kommenden Tage auswirken wird. Jack fragt den Hausmeister der Schule, in der die Toten aufgefunden wurden, er beginnt zu recherchieren und deckt nach und nach die Zusammenhänge zwischen den Toten, einer Grabschändung und dem Hausmeister auf. Dabei riskiert er, selbst Opfer zu werden und überschreitet die Grenzen des normalen Reporterlebens. Er bringt sich selbst und auch seine Frau in Gefahr, was ihn jedoch nicht davon abhält, bis zum bitteren Ende die einzelnen Puzzelteile zu suchen und zusammen zu fügen.

Er hält Kontakt zu seinem Freund beim Scotland Yard und teilt die von ihm gefundenen Informationen, doch auch das bewahrt ihn nicht vor Angst und Schrecken.

Wird es ihm und Inspector Highsmith gelingen , den Mörder zu finden und die Zusammenhänge lückenlos darzustellen...... das Ende wird es zeigen, unerwartet, aber nachvollziehbar.

Der Thriller bringt mehrere scheinbar einzelne Geschichten nach und nach zusammen, die einzelnen Fäden werden immer mehr zu einem Gesamtbild verwoben. Beim Lesen erschließt sich nicht immer sofort, wer in dieser Geschichte welche Position hat und weshalb genau dieser Teil im Buch vorkommt, jedoch ergibt sich am Ende ein logisches Gesamtbild.

Das Buch ist gut geschrieben, gut lesbar, die Geschichte logisch und kompakt aufgebaut, nicht unbedingt der typisch britische Thriller, den man vielleicht kennt. Das Zusammenfügen des Puzzels ist nachvollziehbar dargestellt, interessant auch die Frage wer ist hier Täter , wer ist hier Opfer und wird ein Opfer unweigerlich auch zum Täter.

Dass es keine 5 Sterne gibt, liegt bei mir daran, dass ich die Wahl der Namen, die eine Mischung aus Deutsch und Englisch darstellen, nicht ganz so gelungen finde und dass ich die einzelnen Rückblenden, die sich durch den gesamten Thriller ziehen, gerne auch als solche gekennzeichnet gehabt hätte.

Insgesamt jedoch durch aus überzeugender Thriller und daher 4 Sterne.

Danke an J.P. Conrad, dass ich diesen Thriller mitlesen durfte.

Bildquelle : www.amazon.de